Neue Studie bestätigt: Mineralwasser als gute Calcium-Quelle

HEILWASSER_3881_RImmer wieder kommt die Frage auf: „Kann mein Körper das Calcium aus Mineralwasser überhaupt verwerten?“ oder „Welchen Einfluss haben vielleicht die weiteren Mineralstoffe?“ Aktuell nahmen sich Wissenschaftler der Universität Hannover dieser Frage an und bestätigen die gute Verwertbarkeit von Calcium aus Mineralwasser. Hier dazu mehr.

Bioverfügbarkeit von Calcium aus Mineralwasser untersucht

Verschiedene Lebensmittel, beispielsweise Milch, Milchprodukte und auch einige Gemüsesorten enthalten reichlich Calcium. Daneben sind aber auch calciumreiche Mineralwässer empfehlenswert, um den Calciumbedarf zu decken. Neben der Menge an Calcium, die ein Lebensmittel oder Getränk liefert, ist es jedoch auch wichtig zu wissen, ob der Mineralstoff für den Körper verwertbar ist.

Eine aktuelle Studie der Universität Hannover untersuchte diese Bioverfügbarkeit von Calcium mit folgendem Ergebnis: Das Calcium aus Mineralwasser ist für den Körper genauso gut verwertbar wie das Calcium aus Milch. Weder der Sulfat- noch der Bicarbonat-Gehalt hat dabei einen Einfluss. Die Wissenschaftler bestätigen damit bisherige Untersuchungsergebnisse, die belegen, dass Calcium aus Mineralwasser genauso so gut vom Körper verwertet wird wie aus Milch, zum Teil sogar noch besser.

Die Studie im Detail

Greupner und ihr Team vom Institut für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung in Hannover verglichen die Bioverfügbarkeit von Calcium aus         3 Mineralwässern unterschiedlicher Mineralisation (290, 348 und 528 mg Calcium pro Liter), Milch und einem Nahrungsergänzungsmittel. 21 normalgewichtige junge Männer und Frauen nahmen am Untersuchungstag insgesamt jeweils 300 mg Calcium auf – entweder über eines der Mineralwässer, der Milch oder dem Nahrungsergänzungsmittel. Daneben waren entmineralisiertes Wasser sowie eine standardisierte calciumarme Ernährung erlaubt. Um den Einfluss eines Vitamin D-Mangels auf die Calciumverwertung auszuschließen, erhielten sie bereits vier Wochen vor und während dem Untersuchungszeitraum täglich 25 µg Vitamin D.

Die Zufuhr von Calcium über Mineralwasser, Milch oder Nahrungsergänzungsmittel ergab keine signifikanten Unterschiede im Calcium- und Phosphat-Gehalt von Serum und Urin. Während die Konzentration an Calcium im Serum anstieg, wurde weniger Calcium mit dem Urin ausgeschieden. Ebenfalls verringerte sich die Konzentration des Parathormons im Serum. Kurz erläutert: Das Parathormon reguliert die Calciumkonzentration im Serum. Ist diese gering, sorgt das Parathormon dafür, das Calcium aus den Knochen freigesetzt wird und so die Konzentration im Serum wieder steigt. Geringe Parathormon-Werte im Serum geben somit einen Hinweis auf eine gute Versorgung mit Calcium.

Fazit der Autoren

Greupner empfiehlt die Verwendung von calciumreichem Mineralwasser als kalorienfreies Getränk, um den täglichen Bedarf an Calcium zu decken.

Unser Tipp: Für die Calciumversorgung sind calciumreiche Mineralwässer sehr gut geeignet. Sie bieten folgende Vorteile:

  • Im Mineralwasser liegt Calcium bereits in gelöster Form vor, so dass es schnell vom Körper aufgenommen werden kann.
  • Durch eine gleichmäßige Verteilung von Trinkmahlzeiten über den Tag wird eine höhere Mineralstoffaufnahme gewährleistet.
  • Mineralwasser enthält keine Kalorien und ist frei von Substanzen, die Allergien oder Intoleranzen auslösen.
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3 Kommentare zu “Neue Studie bestätigt: Mineralwasser als gute Calcium-Quelle

  1. Bei der Fülle von Informationsmaterial wird man zwar nicht zum Biochemiker, allerdings sind solche Information, wie die Ihrigen, schon lesenswert; auch für Nichtfachleute. Darauf hingewiesen wurde ich durch einen Besuch im medicum Hamburg. Ich habe nur noch eine Niere mit einer GFR unter 50%!

    • Sehr geehrter Herr Mertens,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Es freut uns sehr, dass Sie unsere Blogbeiträge mit Interesse verfolgen.

      Die hier aufgeführten Studienergebnisse zeigen einmal mehr, das calciumreiches Mineralwasser eine sehr gute Alternative ist, um den Calciumbedarf decken zu können, wenn auf Milch und Milchprodukte ganz oder teilweise verzichtet wird. Auch bei einer Einschränkung der Eiweißzufuhr, wie es bei Nierenerkrankungen erforderlich sein kann, ist auf eine ausreichende Calciumzufuhr zu achten. Zudem hat Steinsieker Mineralwasser auch einen geringen Natrium- und Kaliumgehalt. Besprechen Sie dies im Detail aber auch noch einmal mit Ihrem behandelten Arzt oder einer Ernährungsfachkraft. Er kennt Ihr Krankheitsbild genau und kann Sie individuell beraten.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. oec. troph. Rita Hermann

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