Bluthochdruck – was kann ich tun?

Blutdruck Fotalia_185454404Bluthochdruck, von Fachleuten auch Hypertonie genannt, trifft nicht nur ältere Menschen. Vielfach wird er von den Betroffenen auch nicht sofort wahrgenommen. Manchmal ist eine Therapie mit Bluthochdruck-Medikamenten unvermeidbar. Sie können aber auch selbst etwas dafür tun, dass der Blutdruck nicht zu sehr aus dem Ruder gerät. Das Ernährungsverhalten anzupassen lohnt sich.

Ausreichend Trinken unterstützt einen stabilen Blutdruck

Trinken ist wichtig, um den Blutdruck stabil zu halten. Wie lässt sich das erklären? Unser Körper und auch unser Blut bestehen zu einem Großteil aus Wasser. Die mit Getränken aufgenommene Flüssigkeit wird vom Darm an das Blut abgegeben. Trinken Sie zu wenig, dickt das Blut ein und der Blutfluss ist gehemmt. Dies beeinträchtigt den Blutdruck. Am besten ist es, wenn Sie regelmäßig über den Tag verteilt trinken. Warten Sie also nicht erst auf das Durstgefühl, denn dann haben Sie bereits einen Flüssigkeitsmangel.

Wichtig ist nicht nur ausreichend, sondern auch das Richtige zu trinken. So konnten Wissenschaftler nachweisen, dass beispielsweise Softdrinks den Blutdruck erhöhen. Auch Alkohol hat eine solche Blutdruck-steigernde Wirkung. Empfehlenswert ist Mineralwasser. Dieses Naturprodukt hat zudem den Vorteil, dass es lebenswichtige Mineralstoffe liefert, beispielsweise Calcium.

Calcium wirkt laut Studien vorbeugend gegen Bluthochdruck

Eine Erhöhung der Calciumzufuhr senkt den Blutdruck bei Personen, die noch nicht an Bluthochdruck leiden. Dies ist das Ergebnis verschiedener Studien. Eine Aufnahme von mehr als 1.000 mg (1 g) Calcium pro Tag erwies sich als besonders wirksam. Auch Frauen in der Schwangerschaft profitieren von einer ausreichenden Calcium-Zufuhr. Der Mineralstoff kann das Risiko für die Entwicklung einer Schwangerschaftshypertonie reduzieren.

 Die Kochsalz-Diskussion

Immer wieder wird empfohlen, bei Bluthochdruck die Aufnahme an Kochsalz zu reduzieren. Ob dies jedoch eine erfolgreiche Maßnahme ist, bleibt fraglich. Sie wirkt gegebenenfalls nur bei salzsensitiven Menschen. Außerdem ist zu beachten: Da Natrium (als Bestandteil von Kochsalz) wichtige Funktionen im Körper übernimmt, ist eine drastische Senkung der Aufnahme nicht zu empfehlen. Der lebenswichtige Mineralstoff regelt beispielsweise den Wasserhaushalt sowie das Säure-Basen-Gleichgewicht, ist Bestandteil der Zellmembran und unterstützt die Nerven- und Muskelfunktionen. Ein Mangel an Natrium kann die Körperfunktionen beeinträchtigen.

Die Empfehlung, die Salzzufuhr auf täglich 6 g zu reduzieren, gilt zudem nicht nur für Menschen mit Bluthochdruck. Hätten Sie es gewusst:  Das meiste Salz in unserer Kost stammt aus Brot, Käse, Wurstwaren und Fertiggerichten. Immerhin bis zu 80 % unseres Kochsalzes nehmen wir über vorgefertigte und industriell verarbeitete Lebensmittel auf. Wer seine Speisen mit frischen Lebensmitteln selbst zubereitet, kann hier eine Menge Kochsalz einsparen. Unser Tipp: Verwenden Sie zum Würzen frische Kräuter und Gewürze. Hier einige Beispiele: 

  • Für mediterrane Gerichte eigenen sich Basilikum, Oregano, Thymian oder Salbei.
  • Einen orientalischen Geschmack liefern Ingwer, Kreuzkümmel, Kardamom, Anis oder Zimt.
  • Sollte das Gericht schärfer im Geschmack sein, passt Chili, Pfeffer oder Paprika.
  • Die asiatische Küche verwendet Ingwer, Zitronengras, Szechuanpfeffer oder Thaibasilikum.

Mineralwasser bei Bluthochdruck

Mineralwasser ist auch für Menschen mit Bluthochdruck optimal. Im Mineralwasser liegt Natrium häufig an Hydrogencarbonat gebunden vor. Diese Verbindung wirkt im Vergleich zu Natrium-Chlorid nicht Blutdruck-steigernd. Die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt die Verwendung von Mineralwasser mit einem Chloridgehalt von unter     0,3 g/l. Das entspricht einem Kochsalzgehalt von unter 0,5 g/l. Solch ein Kochsalzgehalt ist für Menschen mit Bluthochdruck in Ordnung. Zum Vergleich: 100 g Brot enthalten 1,25 g Kochsalz.

Gut zu wissen:

Steht auf dem Etikett des Mineralwassers ein hoher Natriumgehalt, hat das nicht zwangsweise zu bedeuten, dass das Wasser viel Kochsalz enthält. Vergleichen Sie den Natrium- mit dem Chloridgehalt und berechnen Sie mit einer einfachen Formel den Kochsalzgehalt des Wassers.

  • Hoher Natriumgehalt, niedriger Chloridgehalt: Ist der Natriumgehalt höher als der Chloridgehalt, dann wird der Chloridgehalt durch 0,6 geteilt.
  • Niedriger Natriumgehalt, hoher Chloridgehalt: Ist der Chloridgehalt höher als der Natriumgehalt, wird der Natriumgehalt durch 0,4 geteilt.

Beispiel:

Steinsieker Mineralwasser liefert 0,02 g Natrium und 0,13 g Chlorid pro Liter. Damit liegt der Chloridgehalt höher als der Natriumgehalt. Wird der Natriumgehalt von 0,02 g nun durch 0,4 geteilt, ergibt sich ein Wert von 0,05 g Kochsalz pro Liter. Dieser Wert liegt unter dem von der Bluthochdruckliga geforderten Grenzwert von 0,5 g Kochsalz pro Liter. Somit ist Steinsieker Mineralwasser auch für Menschen mit Bluthochdruck geeignet.

Herzgesund Essen

Unterstützen Sie Ihren Blutdruck und Ihr Herz, indem Sie gezielt Ihre Lebensmittelauswahl treffen.

Auf den Speisezettel gehören viel frisches Gemüse und Obst, Vollkornerzeugnisse, regelmäßig Seefisch, fettarmes Fleisch und fettarme Milchprodukte sowie pflanzliche Öle, wie Raps- oder Olivenöl.

Bei Übergewicht kann eine Gewichtsreduktion den Blutdruck senken bzw. normalisieren. Dies gelingt am besten mit einer kalorienbewussten Ernährung und ausreichend Bewegung. Bei einer guten Gewichtsabnahme ist es durchaus möglich, dass der Betroffene weniger Medikamente zur Normalisierung des Blutdrucks einnehmen muss.

  • Empfehlungen für die Praxis im Überblick:

    Greifen Sie bei der Zubereitung der Gerichte an Stelle von Salz zu frischen   Kräutern und Gewürzen.

    Verzichten Sie auf Nachsalzen von Speisen auf dem Teller.

    Bevorzugen Sie frische Lebensmittel.

    Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten frisch zu.

    Wählen Sie fettsparende Zubereitungsarten, z. B. Dünsten, für die Zubereitung von Speisen.

    Meiden Sie Lebensmittel mit einem hohen Kochsalzgehalt. Die Nährwertangaben auf der Verpackung geben hier Auskunft.

    Streben Sie eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht an.

 

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