Kieselsäure unter der Lupe

Kieselsäure soll Haaren, Haut und Nägel guttun. Daneben gibt es Hinweise, dass das in der Kieselsäure enthaltene Silizium einer Osteoporose vorbeugen sowie das Auftreten einer Alzheimer-Erkrankung verhindern kann – so das Ergebnis verschiedener Studien. Doch was ist Kieselsäure überhaupt und wie wirkt sie tatsächlich?

Kieselsäure: Das steckt dahinter?

Kieselsäure ist eine natürliche Verbindung aus Silizium und Wasser und somit die wasserlösliche Form von Silizium. Es ist das dritthäufigste Spurenelement im menschlichen Körper und fast in allen Zellen enthalten, vor allem in den Knochen und im Bindegewebe. Wie es wirkt und welche Bedeutung es für das körperliche Wohlbefinden hat, ist nicht immer eindeutig nachgewiesen. Klar ist jedoch, dass Silizium bei bestimmten Stoffwechselvorgängen im Körper eine wichtige Rolle spielt.

Kieselsäure: Wie wichtig ist sie für die Gesundheit?

Kieselsäure ist wesentlich am Aufbau von stabilem Bindegewebe beteiligt, indem es die Bildung von Kollagen und Elastin im Bindegewebe unterstützt. Das Spurenelement steigert die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden, womit es die Spannkraft und Elastizität des Gewebes erhöht. Untersuchungen bestätigen, dass Kieselsäure zudem das Wachstum von Haaren und Nägeln fördert.

Verschiedene Studien aus den letzten 30 Jahren zeigen, dass die regelmäßige Zufuhr von Kieselsäure einen positiven Einfluss auf die Knochengesundheit haben kann. Diskutiert wird die stimulierende Wirkung von Silizium auf den Knochenaufbau und die verbesserte Einlagerung von Calcium in den Knochen. Laut Aussage der Autoren dieser Untersuchungen kann Kieselsäure somit neben Calcium und Vitamin D ebenfalls eine Rolle in der Vorbeugung und Behandlung einer Osteoporose spielen. Kieselsäure wird auch in Verbindung mit der Entwicklung einer Alzheimer-Erkrankung gesehen. Ein Mangel an Silizium soll zudem das Risiko für verminderte kognitive Fähigkeiten, wie Aufmerksamkeit, Erinnerung oder auch Orientierung, im Alter erhöhen. Diese Wirkung könnte sich damit erklären lassen, dass Silizium die Aufnahme von Aluminium in den Körper hemmt und dessen Ausscheidung über die Niere verbessert. Aluminium wiederum wird als Faktor zur Entstehung der Alzheimer-Demenz gesehen. Studiendaten zeigen, dass ältere Frauen, die Kieselsäure-reiches Wasser trinken, geistig leistungsfähiger sind und seltener an Alzheimer erkranken. Die Autoren sehen daher eine gute Möglichkeit mit Silizium aus Wasser das Risiko einer Alzheimer-Demenz reduzieren zu können.

Ebenso scheint Silizium gut für das Herz-Kreislauf-System zu sein. Die derzeitige Datenlage weist auf eine vorbeugende Wirkung im Hinblick auf die Entwicklung einer Atherosklerose hin.

Empfehlenswert: Kieselsäurereiches Mineral- und Heilwasser

Der Körper kann Silizium nicht selbst herstellen und es gibt bisher noch keine Empfehlung zur täglichen Zufuhrmenge. Ernährungswissenschaftler schätzen den Bedarf an Silizium auf 10 bis 25 mg pro Tag und empfehlen eine regelmäßige Aufnahme von Kieselsäure über Nahrung und Getränke. Dies sichert die Versorgung mit Silizium.

Kieselsäure ist in Getreide, Gemüse und Obst zu finden. Viele greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln, z. B. in Form von Kieselerde. Die Verbraucherzentralen raten von der Verwendung ab, da in einigen Produkten gesundheitlich bedenkliche Mengen an Blei nachgewiesen wurden.

Wesentlich für die Versorgung mit Silizium ist neben dem Gehalt des Spurenelements in einzelnen Lebensmitteln vor allem die Tatsache, wie gut es der Körper aufnehmen kann. Silizium in festen Lebensmitteln ist in der Regel nur eingeschränkt verwertbar, da weitere Inhaltsstoffe, beispielsweise Ballaststoffe, dies erschweren. Eine sehr gute Quelle sind kieselsäurereiche Mineral- und Heilwässer, da daraus die wasserlösliche Form von Silizium für den Körper gut verwertbar ist. Empfehlenswert ist daher das regelmäßige Trinken eines Mineral- oder Heilwassers mit mehr als 30 mg Kieselsäure pro Liter wie beispielsweise Steinsieker.

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