Ingwer, die gesunde Knolle

Ingwer, ursprünglich bekannt aus der asiatischen Küche, gilt bei uns als sogenanntes Superfood. Der würzigen Knolle werden neben dem einzigartigen Geschmack auch verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen. Der Naturheilverein Theophrastus hat Ingwer daher auch zur Heilpflanze des Jahres 2018 gewählt. Erfahren Sie mehr über die gesunde Knolle mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen und lassen Sie sich von unserem Zubereitungstipp inspirieren.

Ingwerknollen im Handel und in der Küche
Ingwer ist im Handel als frische Knolle erhältlich. Er kommt in der Regel aus China oder Peru. Während der chinesische Ingwer eine eher rundliche Form und eine gelbe Farbe hat, kommen die länglichen Knollen mit hellem Fruchtfleisch aus Peru. Die Herkunft hat auch Einfluss auf den Geschmack: Ingwer aus Peru hat eine intensivere Schärfe.
Achten Sie beim Einkauf auf die Frische der Ingwerknolle. Dies erkennt man an der festen und glatten Schale. Ingwer lässt sich bei Raumtemperatur ebenso wie im Kühlschrank für mehrere Wochen problemlos lagern. Beginnt die Knolle zu Keimen, ist sie dennoch genießbar. Allerdings gehen mit der Zeit die hochwertigen ätherischen Öle verloren, dafür intensiviert sich die Schärfe.

Heilpflanze Ingwer – das steckt drin!
Ingwer ist schon lange als Heilpflanze bekannt. Bereits im 12. Jahrhundert war Hildegard von Bingen die anregende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt bekannt. Heute hat Ingwer nach wie vor große Bedeutung in der Naturheilkunde, der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sowie der ayurvedischen Ernährung. Doch welche Inhaltsstoffe stecken in der kleinen Knolle? Es sind vor allem verschiedene ätherische Öle und sogenannte Scharfstoffe, die nicht nur für das Aroma und die Schärfe verantwortlich sind, sondern auch für die gesundheitsfördernde Wirkung von Ingwer.

Ingwer und seine gesunde Wirkung
Zahlreiche Studien beschäftigen sich mit dem Einfluss von Ingwer auf die Gesundheit und das Wohlbefinden. Die Ergebnisse deuten u. a. auf folgende gesundheitsfördernde Effekte hin:
• Verdauungsfördernd
• Gut bei Erkältungssymptomen
• Gegen Übelkeit, u. a. bei Reisekrankheit
• Entzündungshemmend, z. B. bei Arthrose oder Rheuma
• Vorbeugend gegenüber Alzheimer-Erkrankung
• Stärkt die Abwehrkräfte und das Immunsystem

Kurkuma – ein Verwandter des Ingwers
Hätten Sie es gewusst? Kurkuma, auch bekannt als Gelbwurz, zählt ebenfalls zu den Ingwergewächsen. Die gelbe Wurzel ist wesentlicher Bestandteil des Currypulvers und verantwortlich für seine Farbe. Als Heilpflanze werden der Knolle verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen, beispielsweise zur Behandlung von Magen-Darm-, Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt z. B. die Gabe von 3 g Kurkumapulver aus der getrockneten Knolle zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden.

Unser Ingwer-Shot: Ein erfrischender Immunbooster
Die gelbe Knolle lässt sich in der Küche auf vielfältige Weise zubereiten. Ingwer schmeckt in herzhaften Gerichten, als erfrischendes Getränk oder Tee, zum Würzen von Suppen oder auch in Süßspeisen. Als Fitmacher und Immunbooster gilt der Ingwer-Shot, der sich auch schnell und einfach zubereiten lässt. Hier ein Rezeptvorschlag mit Kurkuma, Zitrone und Orange.

Zutaten:
2 große Ingwerknollen, frisch
3 bis 4 Stück Kurkuma, frisch
5 bis 6 Zitronen
2 (Blut-) Orangen
300 ml Steinsieker Mineral- oder Heilwasser
ca. 50 g Honig

Ingwerknollen und Kurkuma in kleine Würfel schneiden oder mit der Küchenmaschine klein raspeln – in eine Schüssel geben. Zitronen und Orangen auspressen. Saft der Zitronen und Orangen, Steinsieker Mineral- und Heilwasser sowie Honig hinzugeben und alles gut verrühren. 4 bis 5 Stunden (evtl. über Nacht) im Kühlschrank durchziehen lassen. Den Sud absieben, in eine Flasche füllen und kühl lagern. Ist der Sud zu dickflüssig, kann er mit etwas Steinsieker Mineral- oder Heilwasser noch einmal verdünnt werden. Übrigens: An Stelle von Orangen eignen sich auch Grapefruits.

Tipp: Nutzen Sie zur Aufbewahrung eine dunkle Flasche und bewahren Sie diese im Kühlschrank oder einem kühlen Ort auf. Denn licht- und hitzeempfindliche Vitamine, wie Vitamin C aus den Zitronen bzw. den Orangen, verlieren ihre Wirkung unter dem Einfluss von Licht und Wärme.

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